Live: Bierhübeli am 16. Oktober 2024

Nach zwanzig Minuten ging endlich das Saallicht aus und der Schlagzeuger, Bassist und Keyboarder begannen auf der Bühne herumzuhüpfen und das Publikum zu animieren. Dann ergriffen sie ihre Instrumente und legten los. Nach ein paar Minuten wurde Amadou auf die Bühne geführt, ihm die Gitarre umgehängt und gezeigt, wo das Mikrofon ist. Kurz darauf wurde dann auch Mariam auf die Bühne zum Mikrofon geführt. Die beiden sind blind und machten einen recht verlorenen und unsicheren Eindruck, was verständlich ist, denn sie hatten natürlich keine Ahnung, wo sie standen, wie der Saal und das Publikum aussah. Sie begannen dann zu spielen und zu singen. Stilmässig war es schönster Westafrika Blues. Der zweite Song war bereits etwas gelöster und beim dritten forderten sie das Publikum auf, mitzusingen. Die Songs wurden französisch und afrikanisch gesungen. Stilmässig zwischen Westafrika Blues, etwas Afrika Pop und Rythm and Blues. Nach ca. einer halben Stunde verliess Mariam die Bühne und Amadou liess seine Gitarre so richtig fetzen. Das Publikum war begeistert. Etwas schade war, dass der Keyboarder öfter zu laut war und die Gitarre etwas zudeckte.Nach einer gewissen Zeit kam Mariam zurück und die beiden waren richtig gelöst und das Konzert bekam riesigen Schwung. Der Sound war im grossen und ganzen sich immer etwas ähnlich, konnte einem aber so richtig in Trance bringen, wenn man sich hinein fallen liess. Ein sehr spezielles Konzert der afrikanischen legenden.

Fredi Hallauer