Album: „Aegina’s Secret“ (Yinon Muallem/Galileo)

Yinon Muallem wuchs als Sohn von aus Bagdad stammenden Eltern in Israel auf und lebt jetzt in der Türkei. Er spielt Oud, Cumbus und Fretless Gitarre und singt. Die Musik auf diesem Album ist grossartige, meist instrumentale, Musik. Da und dort hat er weitere Musiker beigezogen, es sind dies: aus Schweden: Klarinettist Saman Alias und Gitarrist Clas Olofsson, aus der Türkei: Posaunist Burak Bursen, aus Israel: Tal Avraham (Trompete), Dror Teboul (Kontrabass), Yankale Segal (E-Bass) und Tzahi Ventura (Ney). Seine Kompositionen stammen aus seiner Feder oder sind mit bekannten Melodien verbunden. „Misirlou“, bekannt aus Pulp Fiction, ist eine alte osmanische Melodie. „Lo Eda“ ist sein hebräisches Lied, das er nach dem 7. Oktober geschrieben hat, voller Trauer und Verzweiflung. „Feel It“ stammt von Kate Bush und er hat als Hommage an sie, ein schönes eigenes Stück daraus gemacht. Das Titelstück ist der Brückenbau zwischen den Kulturen. Diese Musik, diese Klänge ziehen einen sofort in ihren Bann. Das ist Weltmusik, zwischen Tradition und Jazz, World Jazz also.Ein sehr empfehlenswertes Album für offene Geister und Herzen.
Fredi Hallauer